Wissenschaftliche Autorität, mal wörtlich genommen

Auf Zoon Politikon gibt’s eine Kurzbesprechung des schon klassischen Milgram-Experiments, bei dem es darum ging, wie leicht und bereitwillig Menschen anderen Menschen Schmerz zufügen, wenn man ihnen Rationalisierung und die Übernahme der Verantwortung durch andere anbietet oder gar aus einer Autoritätsposition Druck auf sie ausübt — und ein Link auf die Erinnerungen einer der teilnehmenden Versuchspersonen.

Bitte lesen.

Und dann wiederkommen, entspannen und mir beantworten, warum das so mit der wissenschaftlichen Autoritätsausübung hier nicht klappt. Brauch ich ein Foto von mir im Laborkittel hier auf dem Blog? Da wir keinen Laborkittel tragen: würde eine Schutzbrille reichen? Ich find die ja eher… unschick. Und das hier bekäme ich wohl auch nicht hin.

Eher das.

Mi mi mi.

6 Responses to “Wissenschaftliche Autorität, mal wörtlich genommen”

  1. Beaker ist zwar genial, aber The Doctor schlägt er nie!

  2. Die einzig wahren Wissenschaftler sind Calvin und Hobbes. Alles andere ist Leergut-Zählen.

  3. Um Deine Frage zu beantworten: Ich denke heutzutage gibt es einfach nicht mehr diese festgefahrenen, unfehlbaren Autoritäten, wie noch zu Zeiten unserer Eltern und Großeltern. Von Klein auf kriegen wir ein Recht zugesprochen, Kritik auszuüben und uns zu beschweren, das gab es früher nicht. Ärzte sind längst keine Halbgötter in weiß mehr, Lehrer machen auch Fehler, egal welchen Titel man hat, man ist nicht mehr unantastbar.

    Dennoch bin ich davon überzeugt, dass auch heute noch beim Milgram-Experiment Menschen so weit gehen würden, wie damals. Hinterfragen ist nicht jedermanns Stärke.

  4. Ganz klar: Du brauchst einen Taser. Der verleiht Autorität. Das wusste schon Milgram. ;)

  5. @ Viktoria

    Ich bin genügend misanthropisch, um Hinterfragen in so einer Situation erst mal für niemandens Stärke zu halten, mich selbst eingeschlossen. Menschen tun sowieso die verrücktesten Dinge, wenn man sie einer Reizüberflutung aussetzt; das kann auch erreicht werden durch Stress, Autorität und sozialen Druck.

    Zur berechtigen Skepsis, die Du beschreibst, kommt andererseits inzwischen auch der Typus Mensch, der erst mal alles bezweifelt, gerade weil es ein Experte sagt — wieso soll der auch mehr wissen als ich, nur weil der sich seit Jahrzehnten damit beschäftigt.
    Naja, hat’s vermutlich auch schon immer gegeben und wirkt nur verstärkt durch neue Kommunikationsformen und die allgemeine Verunsichernung in der postmodernen, überkomplexen Welt. Wie sich solche Menschen dann in einer tatsächlichen Hierachie-Situation benehmen, ist auch noch mal eine andere Frage.

  6. @ Fischer

    Einen Touch Amplificator by Stimulating Emission of Radiation? Somit praktisch die durch Monitorstrahlung übertragene Watschn?
    Ich dachte, das praktizier ich hier schon ;-)

Leave a Reply